prepaid-surfstick-1Surfstick waren in den letzten Jahren ein Trend, der sich immer mehr verstärkt hat, mittlerweile scheint die Nachfrage aber deutlich geringer zu werden. Immer weniger Anbieter haben separate Surfstick im Angebot und wenn dann werden nur noch reine Datenflatrates ohne Technik angeboten.

Prinzipiell ist die Ausgangssituation für Surfstick dabei sogar noch besser geworden. Es gibt immer mehr kleine und kleinste Laptops und Notebooks und mit Windows 10 bzw. Windows 10 mobile steht das Zusammengehen von Mobile und Desktop schon relativ nah bevor. Es gibt also an sich mehr Geräte die mit einem Stick arbeiten könnten, trotzdem ist das Interesse immer geringer.

Die Konkurrenz – mobile WLAN Router

Allerdings haben die herkömmlichen Internet-Stick Konkurrenz bekommen: Es gibt mittlerweile mobile WLAN Sticks und Router, die nicht mehr an den Rechner angeschlossen werden müssen sondern ein eigenes WLAN aufbauen. Die normalen Internet Sticks können da oft nicht mehr mithalten, weil sie installiert werden müssen und es häufiger Probleme gibt, wenn Treiber nicht mehr aktuell sind oder man das Gerät wechselt. Da die Tarife identisch sind, nutzen immer mehr Kunden die flexibleren WLAN Sticks und Router.

Die Auswirkungen sind man im bereich der Internetstick sehr deutlich. Es gab in den letzten Monaten nur wenig Bewegung bei den Surfstick Angeboten. Im Prepaid Bereich hat sich sogar überhaupt nichts getan, im Gegenteil, einige Anbieter haben ihre Tarife eingestellt. Die Prepaid Surfstick sind damit auf einem Niveau von vor etwa 2 bis 3 Jahren und das ist kaum noch konkurrenzfähig.

Im Vergleich heißt das recht deutlich: im Prepaidbereich zahlt man für 1GB Datenvolumen 10 bis 15 Euro, im Postpaidbereich fangen die Preise hier bei unter 5 Euro an. Das ist natürlich ein Unterschied, den kein Kunden auf Dauer mit geht.

Noch mehr Konkurrenz: eSIM Karten

2016 könnte es sogar noch deutlich enger werden für Surfstick. Die Telekom hat bereits angekündigt, ab 2016 auch eSIM Karten unterstützen zu wollen, die entweder fest im Gerät integriert oder zumindest programmierbar sind. Diese Karten lassen sich dann auch sehr einfach in Tablets, Notebooks oder Netbooks einbauen. Der Internet-Stick wäre damit obsolet geworden.

Allerdings gibt es derzeit in Deutschland noch keine entsprechenden Angebote und auch die Telekom rechnet mit dem Durchburch von eSIM Karten erst 2017. Andere Anbieter haben sich dazu noch gar nicht definitv geäußert, so dass es wahrscheinlich noch eine gewisse Schonfrist für Surfstick geben könnte.

Prinzipiell ändert dieser Aufschub aber natürlich nichts an der Sitatuation: Gerade im Prepaidbereich sind bessere Tarife für Surfstick dringend notwendig und selbst damit dürfte man den Trend hin zum WLAN Stick mit Simkarte kaum vermeiden können.

 

 

 

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