Den Raspberry Pi mobil nutzen – Unter den Programmierern, Elektroniker und Bastlern ist der Einplatinencomputer namens Raspberry Pi sehr beliebt. Der Raspberry Pi ist ein Minirechner, bei dem Prozessor, Arbeitsspeicher und Grafikeinheit auf einer kleinen kreditkartengroßen Platine verbaut sind.

Die aktuelle Ausführung der Wunderplatine ist der sogenannte Raspberry Pi 2 Modell B. Das Board besitzt einen Quad Core Prozessor mit einem Takt von 900 MHz pro Kern. Über einen HDMI Anschluss kann ein Bildschirm angeschlossenen werden. Weiterhin ist der Pi mit 4 USB 2.0 Ports, einer 100 Mbit Netzwerkschnittstelle und 40 GPIO Pins zum Ansteuern von eigenen Schaltungen ausgestattet. Versorgt wird die Platine über einen MicroUSB Port. Ein Linux basiertes Betriebssystem wird über einen MicroSD Kartenslot zugänglich gemacht.

Die Anwendungsbereiche des Raspberry Pi sind vielfältig und reichen von Serveranwendungen, über Basteleien bis hin zur Steuerung einer Hausautomation. Um den Raspberry Pi kennenzulernen und um konkrete Anwendungen umzusetzen, gibt es im Netz eine ganze Reihe an hilfreichen Tutorials.

Konnektivität: Mit dem Pi mobil ins Internet

Um den Raspberry Pi in ein Netzwerk zu bringen kann standardmäßig die Ethernet Schnittstelle des Boards genutzt werden. Über diese kann der Pi im Netzwerk verfügbar gemacht werden und gleichzeitig seinen Weg ins Internet finden.

Als Alternative dazu kann der Einplatinencomputer mit einem WLAN-Stick ausgestattet werden. Die Konfiguration und Einrichtung eines kompatiblen WLAN-Sticks ist dabei relativ schnell erledigt. Dadurch kann ein erster Schritt in Richtung mobile Nutzung getan werden. Wer seinen Raspberry Pi an verschiedenen Arbeitsorten (mit vorhandenem WLAN) portabel einsetzt, ist mit einem WLAN Stick auf der sicheren Seite.

Soll der Raspberry Pi eine Internetanbindung bekommen, wo eigentlich gar kein Internetanschluss ist für den sind die folgenden Optionen erwähnenswert.

  • Tethering mit Smartphone: Um den Pi nur einmalig spontan ins Internet bringen möchte, der kann auf den Internetzugang eines Smartphones zurückgreifen. Moderne Smartphones besitzen die Funktion Tethering und können einen mobilen Hotspot zur Verfügung stellen. Gerät die sich dann mit diesem Hotspot verbinden, können den mobilen Internetzugang des Smartphones nutzen. Wichtig dabei ist, dass dies natürlich auf Kosten des Datenvolumens des Mobilfunkvertrages geht.
  • Surfstick: Alternativ zum Handy-Tethering kann der Raspberry Pi mit einem kompatiblen Surfstick ausgestattet werden. Je nach Vorhaben und dem zu erwartenden Datenmengen, sollte ein passender Tarif gewählt werden.

Durch die Nutzung eines mobilen Internetzuganges kann der Raspberry Pi theoretisch auch während Bewegung genutzt werden (insofern eine konstante Spannungsversogung vorliegt). Durch die Bewegung allerdings kann die Geschwindigkeit des Datentransfers variieren, sodass es sinnvoll ist nur Dienste mit kleinen Datenmengen zu nutzen – Zum Beispiel die Bereitstellung einer kleinen Webseite mit dem Raspberry Pi als Webserver. Downloaddienste oder ähnliches sollten vermieden werden.

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