Der Freenet-Chef Christoph Vilanek kann dem aktuellen Trend hin zu Tablet PCs nicht viel abgewinnen. In einem Interview mit dem Fokus sagte er der Zeitung: „Es gibt derzeit sehr viele Hersteller, die ihre Entwicklungsenergie auf Tablet-PCs verwenden. Sie müssen aufpassen, dass sie keine Ladenhüter werden„. Er selbst sieht die Zukunft eher im Bereich der Smartphones. Neue Funktionen und neue Anwendungsbereiche könnten die Handys noch deutlich attraktiver machen.

Ob er damit recht behalten wird ist noch nicht ganz klar. Zwar sind die Tablets (selbst das iPad von Apple) deutlich verhaltener gestartet als beispielsweise das Iphone, aber die Zielgruppe bzw. der Markt ist auch deutlich kleiner. Um genau zu sein hatte Apple mit dem iPad den Markt für Tablets eigentlich erst neu gestartet. Dazu kommt, das Datenanwendung im Verglei9ch zur normalen Telefonie nach wie vor eher teuer ist. Das Surfen kosten per Flatrate derzeit 15 bis 230 Euro monatlich (je nach Netz und Anbieter) und die Tarife sind dazu noch gedrosselt. Bei 5 Gigabyte monatlich ist Schluss mit schnellem Surfen. Wenn sich in dem Bereich Neuerungen ergeben, könnte es auch für die Tablets (und auch die Netbookr) einen Push nach vorn geben.

Dazu ist der Markt im Bereich der Smartphones deutlich weiter gesättigt als er es derzeit bei den Tablets ist. Lediglich 1,5 Millionen Tablets werden wohl 2011 in Deutschland verkauft werden. Das ist eine gewaltige Steigerung im Vergleich zu Vorjahr, aber deutlich weniger im Vergleich zu den Absatzzahlen der Smartphones. Der Branchenverband BITKOM hat die Verkäufe bzw. die Verkaufserwartungen im Tablet-Bereich in einer Infografik zusammengefasst:

Auch wenn die Umsatzzahlen niedriger als bei den Smartphones sind – nach Ladenhüter sieht es im Tablet Bereich eigentlich nicht aus. Das Wachstum ist deutlich und es scheint zumindest so, als würden sich die Tablets einen festen Marktanteil erobern.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)