Moderne Smartphones und Netbooks haben in der Regel die Möglichkeit, neben dem Internetzugang per Mobilfunknetz auch vor Ort vorhandene WLANs zu nutzen um eine Verbindung zum Internet herzustellen. Das ist praktisch, weil die Verbindung dann kostenlos ist, birgt aber auch einige Risiken.

Das Bundesamt fuer Sicherheit in der Informationstechnik warnt auf seinem Portal Bürger-CERT daher vor der Nutzung offener WLAN Systeme weil an dieser Stelle immer die Gefahr besteht, das Informationen die man ins Internet überträgt (beispielsweise Passwörter) von Dritten abgefangen werden. In einer aktuellen Meldung schreibt das Bürger-CERT:

… Bei vielen Online-Diensten werden die Zugriffe über den Browser oder spezielle Apps nicht durchgängig verschlüsselt. Ein Angreifer mit Zugang zu den gesendeten Datenpaketen kann aus diesen unter Umständen Authentisierungsinformationen extrahieren. Dies ist insbesondere in einem offenen, also unverschlüsselten WLAN sehr leicht. Mit den so gewonnenen Informationen ist es möglich, auf die Online-Daten des Angegriffenen zuzugreifen und diese sogar zu manipulieren. Durch das Hinterlegen von manipulierten Inhalten könnte im schlimmsten Fall die Kontrolle über das Gerät übernommen werden.

Das Bürger-CERT empfiehlt deshalb, wenn eine durchgehende Verschlüsselung von Daten durch den Online-Dienst nicht garantiert werden kann, grundsätzlich die Nutzung von offenen WLANs zu meiden oder die Kommunikation über diese vollständig mittels VPN abzusichern. …

Nutzer sollten zumindest im Hinterkopf behalten, dass WLANs nicht die gleiche Sicherheit bieten wie der Zugang per Mobilfunknetz. Selbst in verschlüsselten WLAN Systemen kann es Probleme geben wenn ein veralteter Verschlüsselungsstandard wie WEP eingesetzt wird.

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