Schon längst sitzen Senioren nicht mehr nur im Sessel und lesen Zeitung, gehen spazieren oder gucken Fernsehen. Immer mehr Ältere sind auch im Internet unterwegs und sind beispielsweise aktiv auf Social-Media-Plattformen, wie facebook. Zum gerade vergangenem 10. Geburtstag von facebook wurde nun erneut bestätigt, dass die Zahl der über 50-jährigen Nutzer, die zurzeit am schnellsten wachsende Nutzer-Gruppe ist. Da liegt es nicht fern, dass sich auch immer mehr Senioren für die neue Technik interessieren. Ein Betreutes Wohnen für Senioren in Bremen hat nun in Zusammenarbeit mit der Stiftung „Digitale Chancen“ die Begeisterung bei älteren Menschen für Tablets getestet.

 

Vielschichtige Leistungen des Tablets werden geschätzt

Bei dem Test wurde den Bewohnern, die Lust dazu hatten, für ein Jahr kostenlos ein Tablet zur Verfügung gestellt. Während des Jahres sollten die Bewohner des betreuten Wohnens ihre Erfahrungen und mögliche Schwierigkeiten aufschreiben. Unterstützung bei der Bedienung des Tablets erhielten die Senioren von Schülern einer naheliegenden Schule, die sich freiwillig dazu bereit erklärt hatten bei dem „Kennenlernen des Geräts“ zu helfen. Die Schüler erklärten den Senioren verschiedene Funktionen sowie grundlegende Bedienoptionen, wie die Tastatur und das Öffnen von Apps. Zusätzlich gab es „Hausaufgaben“, etwa kleine Suchaufgaben im Internet, die das gerade gelernte Wissen festigen sollen. Das Interesse der Senioren variierte dabei stark. Während einige sich besonders für das Mailschreiben und Skype interessierten, fanden einige die Kamera und Fotobearbeitungsprogramme interessanter. Besonders Wikipedia und die Google-Suche waren auch beliebt bei den Älteren, da sie hier ihr Wissen noch erweitern konnten. Nach dem Test kamen einige der Senioren auch zu dem Entschluss, sich selbst ein Tablet oder einen Laptop anzulegen.

 

„Surfen“ im Betreuten Wohnen

In betreuten Wohnanlagen leben die Senioren in einer eigenen Wohnung, können sich aber auch in Gemeinschaftsräumen immer mit anderen Senioren treffen. In diesen Gemeinschaftsräumen ist mittlerweile auch häufig WLAN vorhanden und so kann man sich mit dem Tablet oder dem Laptop über das Wifi-Passwort einloggen. Wer jedoch auch in der eigenen Wohnung eine schnelle Internetverbindung haben möchte, sollte sich einen eigenen Wifi-Anschluss zulegen beziehungsweise einen Anschluss mit den direkten Nachbarn teilen. Bei einem Laptop gibt es zusätzlich die Möglichkeit mit Hilfe eines Internetsticks im Internet zu surfen. Der Internetstick kann immer wieder vom zuständigen Anbieter aufgeladen werden und es gibt verschiedene Preise für verschiedene Datenmengen.

Letztendlich hat die Studie im Betreuten Wohnen in Bremen also nochmal bestätigt, dass auch Senioren an der neuen Technik interessiert sind und sich mit einiger anfänglicher Unterstützung auch gut damit zu Recht finden.

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