Dieter Schütz / pixelio.de

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Fast alle Nutzer haben oder hatten schon mal eine Prepaidkarte, um damit zu telefonieren oder SMS zu schreiben. Bei den neueren Modellen ist oft auch eine Internet-Flatrate mit inklusive und da liegt es nahe, diese unterwegs nicht nur für das Handy sondern auch für Tablets oder Laptops zu nutzen um keine zwei Karten und damit auch zwei Verträge bzw. Flatrates zu benötigen. Allerdings sollte man dabei darauf achten, dass die Flatrate der Prepaid Karte auch wirklich passt und das der entsprechende Anbieter dies erlaubt. Ein kleines How-To dazu haben wir hier zusammengestellt:
Damit man die Prepaidkarte mit dem Tablet mit nutzen kann, muss eine Verbindung zwischen Simkarte und Laptop bzw. Tablet hergestellt werden. Bei normalen Simkarten nutzt man dafür in der Regel einen Surfstick. Dann kann man aber mit der Karte nicht mehr telefonieren oder SMS vershcicken und empfangen, daher ist dieser Weg  nur sinnvoll wenn man die Karte nicht dafür benötigt.

Meistens ist es besser, die Prepaidkarte im Handy zu lassen und das Handy mit dem Laptop oder Tablet zu verbinden. Am einfachsten geht dies per UMTS Kabel. Diese Variante verbraucht wenig Strom und ist auch ohne technische Grundkenntnisse zu meistern. Voraussetzung dafür ist aber ein UMTS Anschluss den es leider bei vielen Tablets nicht gibt. Daher gehen die meisten Nutzer die Umweg über einen Hotspot (mehr dazu hier). Das Handy baut dabei ein eigenen WLAN Netz auf, in das sich das Tablet einklinkt. Dazu muss der persönliche Hotspot am Handy aktiviert sein und das Tablet muss sich in das per Passwort gesicherte WLAN einwählen. Danach kann die Internet Flat des Handys auch im Tablet mit genutzt werden. Man spricht bei diesen Arten der Verbindung vom Tethering.

Vorher prüfen: ist Tethering erlaubt?

Bevor man diesen Schritt geht sollte man aber prüfen, ob der Anbieter dies zulässt. Beispielweise schreibt der Discounter Netzclub deutlich im Kleingedruckten:

Datenvolumen darf ausschl. mit einem Handy, nicht jedoch mit einem ans Handy oder sonst angeschlossenen oder drahtlos verbundenen Computer genutzt werden; netzclub behält sich vor, nach 24 Stunden jeweils eine automatische Trennung der Verbindung durchzuführen.

Solche Regelungen gibt es nicht nur bei den Discountern sondern auch bei anderen Anbietern und bei den Netzbetreibern. Es geht aber auch anders. Bei O2 hat man sich mittlerweile dazu durchgerungen, Tethering zuzulassen. Da war vor einigen Jahren noch anders, das Unternehmen hat sich nun aber für einen sehr freien Umgang mit Thethering und VoIP entschieden. Das betrifft teilweise auch Fnnic und andere Prepaidkarten in diesem Netz.

Bei einigen Anbietern gibt es auch eine Providersperre für den Hotspot. Dann kann die Option, einen persönlichen Hotspot aufzubauen, nicht genutzt werden bzw. ist ausgegraut. Diese Sperre lässt sich aber mit einer App zumindest bei Android Geräten umgehen, genauer Tipps dazu gibt es hier.

Schwierig wird es, wenn das Handy mehrere Geräte ansteuern soll. Beispielweise kommunizieren die neuen Smartwatches oft per Tethering mit den Handys oder Tablets. Dann ist keine weitere Verbindung mehr möglich. In diesem Fall braucht man eine andere Lösung.

Die passende Flat

Neben den technischen Details sollte man beim Einsatz einer Prepaidkarte auf diese Weise auch auf die Internet-Flatrate achten. Das Surfen mit dem Tablet braucht meistens deutlich mehr Volumen und gerade Videos und Musik erfordern größere Flatrates. Mit einer kleinen Flat mit 100MB kommt man daher in der Regel nicht sehr weit. Bevor man die Prepaid-Karte mit dem Tablet nutzt sollte man daher auf jeden Fall auch prüfen, wie viel Volumen verfügbar ist und eventuell aufstocken.

 

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