Der Preiskampf ist eröffnet: Seit einiger Zeit sind die Kosten für Handyflatrates noch einmal deutlich gefallen. Bereits für unter 20 Euro monatlich kann bei einigen Anbietern ohne Limit in alle Netze telefoniert werden – und oft ist sogar noch eine Internet Flat enthalten. Dadurch werden solche Flatrates auch für die Kunden preislich interessant, die gar nicht so häufig telefonieren.

Prepaid Empfehlung für junge Kunden
Doch auch die gesunkenen Kosten sollten nicht dazu verleiten, vorschnell einen Tarif mit Flatrate abzuschließen. Denn neben den Kosten für eine Flatrate sind auch die Gebühren für alle übrigen Tarife gesunken. So kann es unterm Strich günstiger sein, jede Gesprächsminute zu einem moderaten Preis einzeln zu zahlen. Ein weiterer Vorteil: Wenn das Handy in einem Monat z. B. wegen eines Urlaubs gar nicht innerhalb der deutschen Netze verwendet wird, fallen dann auch keine Kosten an – anders bei der Flatrate. Für Kinder und Jugendliche hat der Abschluss einer Flat wiederum den Vorteil, dass er kaum ein Risiko zur Verschuldung bietet. Rechnungen in Höhe von mehreren Hundert Euro können in Verbindung mit einer Flat kaum vorkommen. Eine günstigere Alternative dazu und ähnlich sicher ist aber auch ein Prepaid Tarif. Hier kann nur das Guthaben vertelefoniert werden, das bereits im Vorfeld aufgeladen wurde.

Vor Vertragsabschluss: Netzabdeckung prüfen
Außerdem raten Experten dazu, auf die Tücken beim Anbieterwechsel Rücksicht zu nehmen. Denn müssen zwei Verträge für einen bestimmten Zeitraum parallel bezahlt werden, ist die Ersparnis durch den Tarifwechsel schnell dahin. Meist wird ein Handyvertrag für 24 Monate abgeschlossen. Die Kündigungsfrist beträgt dann drei Monate. Wird diese Frist nicht eingehalten, wird der Vertrag meist gleich um ein weiteres Jahr verlängert. Nur in äußerst seltenen Fällen akzeptiert ein Provider eine Kündigung außerhalb der im Vertrag festgelegten Frist. Bevor ein neues Flatrate Angebot wahrgenommen wird, sollte also schon eine Kündigungsbestätigung vorliegen. Neben den Kosten für den Tarif selbst sollten Sie allerdings auch auf die Netzabdeckung Wert legen. Besonders Billiganbieter schneiden in diesem Punkt nicht immer gut ab, weil sie in der Regel die Netze von E-Plus oder O2 nutzen. Unabhängige Tests haben aber gezeigt, dass die Netzabdeckung in einigen ländlichen Gebieten noch Mängel aufweisen kann. Abgesehen von der Telefonie gilt das besonders für die Versorgung mit mobilem Internet in hoher Geschwindigkeit. Sollten Unklarheiten darüber bestehen, wie es um die Netzabdeckung am eigenen Wohnort bestellt ist, hilft eine Verfügbarkeitsprüfung beim Anbieter weiter.

Vieltelefonierer sparen mit Handyflat
Mit einer Handyflatrate lässt sich viel Geld sparen – wenn sie entsprechend genutzt wird. Wer häufig mit dem Smartphone telefoniert oder sogar auf einen Festnetzanschluss verzichtet, kann dank der gesunkenen Preise getrost zugreifen. Ein weiterer Vorteil: Das Risiko von hohen Rechnungen kann leicht umgangen werden. Für Kinder und Jugendliche scheinen aber Prepaid Tarife empfehlenswerter, weil sie geringere Fixkosten mit sich bringen.

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